Home, sweet Home

26 04 2011

Nach einem angenehmen Flug sind wir am 25.4. um 8 Uhr in Zürich gelandet und wurden von Jan’s Mutter und Kollegen am Flughafen empfangen. Die Freude über das Wiedersehen war gross! Im Gepäck hatten wir haufenweise bleibende Erinnerungen und unvergessliche Momente unserer wunderschönen 6-monatigen Reise.

Die Schweiz hat für uns sonniges, warmes Frühlingswetter aufgefahren. Unglaublich, wie schön sich das Emmental mit all den blühenden Bäumen und  Wiesen präsentierte. So macht es echt Spass nach Hause zurück zu kehren.

In Langnau hat die Familie von Gisela ein währschaftes Oster-Frühstück aufgetischt und wir konnten endlich wieder Mal richtigen Schweizer Käse essen. Mmmmhhh, es war so fein!!

Herzlichen Dank an euch alle, dass ihr unseren Blog regelmässig verfolgt  und uns immer wieder Kommentare geschrieben hattet. Dies war für uns immer Motivation, den Blog auch aktuell zu halten! Wir freuen uns, euch in nächster Zukunft wieder „live“ zu treffen und nicht nur in der virtuellen Welt mit euch zu kommunizieren, denn es gibt natürlich von unserer Reise noch viel mehr zu erzählen, als wir im Blog beschreiben konnten.

Sonnige Grüsse aus dem Emmental, Gisela und Jan

Mit diesem Plakat wurden wir von Freunden und Jan's Mutter am Flughafen empfangen...

Mit diesem Plakat wurden wir von Freunden und Jan's Mutter am Flughafen empfangen...

In Langnau wartete die Familie von Gisela mit einem herrlichen Oster-Zmorge auf uns

In Langnau wartete die Familie von Gisela mit einem herrlichen Oster-Zmorge auf uns

Der Tisch ist reich gedeckt fürs Osterfrühstück

Der Tisch ist reich gedeckt fürs Osterfrühstück Das Emmental präsentierte sich bei unserer Heimkehr von seiner schönsten Seite: blauer Himmel, Sonnenschein und blühende Bäume.

Unser Kater Joey war froh, dass wir wieder zu Hause sind und ihm Gesellschaft leisten.

Unser Kater Joey war froh, dass wir wieder zu Hause sind und ihm Gesellschaft leisten.



Reizüberflutung in New York

24 04 2011

In New York wurden wir mit einem kalten Wind und nur 6 Grad Celsius empfangen. Zum Glück trugen wir lange Hosen und Faserpelzpullover, denn im Flugzeug war es nicht viel wärmer…Dafür ist unser Bett im Hotel überdimensional. Da könnte eine ganze Familie drin schlafen!

Als wir am Morgen aus dem Fenster schauten, regnete es und die Wolken hingen tief.  Draussen war es ziemlich unangenehm kalt und nass und von Frühling keine Spur. An unserem 1. Tag in New York besuchten wir Manhattan und wurden vom Grossstadtleben etwas überrumpelt. Nach den ruhigen Tagen in Costa Rica waren wir durch die Menschenmenge und die Glitzerwelt am Times Square doch etwas überfordert. In den Läden dröhnte laute Musik, so dass man oft sein eigenes Wort kaum verstand. Draussen leuchteten hunderte vonReklamen und wechselten in kurzer Abfolge, so dass man kaum wusste wo hinschauen. Es hatte extrem viele Leute, die die Innenstadt bevölkerten. Reizüberflutung pur! Uns ist jedenfalls das Shopping bald verleidet und wir sind auf Staten Island „geflüchtet“. Die Fähre dorthin ist gratis und passiert die Freiheitsstatue. 

Wir freuen uns sehr auf die Rückkehr ins Emmental, wo wir die grünen Hügel direkt vor der Haustüre vorfinden werden!

Downtown New York

Downtown New YorkAuf drei Stockwerken bietet m+m's eine Erlebniswelt sondergleichen. Einfach irr!Reizüberflutung total: Auf dem Broadway drängen sich die Menschen und die Reklametafeln wechseln in schneller Abfolge.Die Fähre nach Staten Island fährt an der Freiheitsstatue vorbei.Auf Staten Island haben wir uns ein paar Bierchen gegönnt. Der Barkeeper hat uns dann das Menü angepriesen und wir sind zum Nachtessen geblieben. Wir haben das beste Fleisch auf unserer Weltreise gegessen, ein riesiges Porterhouse Steak.

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Kategorien : New York

Wir waren noch niemals in New York…

22 04 2011

…deshalb legen wir auf dem Heimweg einen 2-tägigen Stopover in dieser Stadt ein.

Wir sagen nun „hasta luego“ Costa Rica und werden vermissen:

– die netten, fröhlichen und sehr hilfsbereiten Menschen

– die saftigsten Früchte, die wir auf unserer Reise gegessen haben

– wunderschöne Strände und warme Wellen

– die unglaubliche Artenvielfalt

– Pura Vida!

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Kategorien : Costa Rica

Unsere letzten Fussspuren im Sand

20 04 2011

Für die letzten paar Tage unserer Weltreise haben wir uns in Costa Rica ein Ferienhäuschen gemietet. Obwohl in der Osterwoche viele Costa Ricaner an die Küste pilgern, haben wir kurzfristig ein Häuschen für US$ 50 pro Nacht in Manzanillo erhalten. Manzanillo ist ein winziges Küstenörtchen ohne Touristen. Zum Glück haben wir vorher in einem grösseren Ort eingekauft, denn die 2 Lädeli hier haben nicht viel im Angebot. Brot gibt es keines, wohl weil der Lieferant in den Osterferien weilt…

Wir residieren mitten im Wald mit Meerblick, wobei die Bäume kaum Blätter tragen, da es dem Ende der Trockenzeit entgegen geht. Zum menschenleeren Strand dauerts nur 5 Min zu Fuss. Vor Sonnenaufgang werden wir von den Brüllaffen geweckt. Sobald es Tag wird, beginnen dann die Vögel ihr Morgenkonzert. Beim Morgenessen beobachten wir die Kolibris bei der Futtersuche. Am Mittag nimmt ein Leguan im Baum direkt vor unserem Häuschen seinen Sonnenplatz ein und in der Nacht verspeisen die Fledermäuse auf unserem Balkon Insekten. Ein wahres Paradies, gemacht zur totalen Entspannung. Axel und Martha, die Gastgeber, sind stolz auf ihren Garten, wo viele einheimische Pflanzen wachsen. Axel (Argentinier mit Schweizer Vorfahren) hat uns auf einer Tour durch seinen Garten viel Interessantes über die Früchte und Pflanzen erzählt. So haben wir zum ersten Mal Zuckerrohr und die Frucht der Cashew-Nuss probiert. Auch der Honig der Wildbienen schmeckt wunderbar.

Den Tag vertreiben wir uns mit baden im sehr warmen Meer oder mit Surflektionen. Wir schafften es also beide, schon in der 1. Lektion auf dem Brett zu stehen! Internet gibts auch, aber der Empfang funktioniert nur im offenen, etwas höher gelegenen Unterstand mit Meerblick und herrlicher Sonnenuntergang-Aussicht.

Nun haben wir noch 2 Tage in dieser Oase der Ruhe und genug Zeit, noch ein paar Fussspuren im Sand zu hinterlassen…Wir senden euch sommerliche Grüsse aus unserem Outdoor-Office und wünschen euch allen frohe Ostern!

Unser Ferienhäuschen mitten im Wald mit Meerblick

Unser Ferienhäuschen mitten im Wald mit Meerblick

Den neuen Kommunikationsmitteln sei Dank: Gisela skypt mit ihrer Mutter im Outdoor-Office mit Meerblick und kühlender Brise.

Den neuen Kommunikationsmitteln sei Dank: Gisela skypt mit ihrer Mutter im Outdoor-Office mit Meerblick und kühlender Brise.

Rot versinkt die Sonne schweigend im Meer...

Rot versinkt die Sonne schweigend im Meer...

An der Playa Manzanillo hat es kaum Wellen, da weiter draussen ein Riff die Brecher abfängt.

An der Playa Manzanillo hat es kaum Wellen, da weiter draussen ein Riff die Brecher abfängt.

Die Cashew Pflanze ist offenbar weltweit die einzige Pflanze, wo der Samen ausserhalb der Frucht wächst (Nuss unterhalb der Frucht).

Die Cashew Pflanze ist offenbar weltweit die einzige Pflanze, wo der Samen ausserhalb der Frucht wächst (Nuss unterhalb der Frucht).

An der Playa Hermosa nahmen wir eine Surflektion. Nach 2 Stunden waren wir also ganz schön müde...

An der Playa Hermosa nahmen wir eine Surflektion. Nach 2 Stunden waren wir also ganz schön müde...

Zum Abschluss unserer Reise leisten wir uns frischen Hummer vom Riff am Playa Manzanillo. Gisela isst zum 1. Mal Hummer und findet ihn "hölle fein".

Zum Abschluss unserer Reise leisten wir uns frischen Hummer vom Riff am Playa Manzanillo. Gisela isst zum 1. Mal Hummer und findet ihn "hölle fein".

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Kategorien : Costa Rica

Im Paradies gestrandet

13 04 2011

Eigentlich hatten wir schon in Manuel Antonio (siehe vorgängiger Blog-Beitrag) das Gefühl, im Paradies gelandet zu sein, aber nun waren wir 5 Tage fernab der Zivilisation in einer Lodge mitten im Dschungel, im Corcovado Nationalpark. Das war das echte Paradies!!! In unserer Dschungel-Lodge gab es täglich Strom von 18 bis 22 Uhr (wenn der Generator streikte, gabs dann romantisches Candle-Light-Dinner) und nur kaltes Wasser. Dafür gab es Natur im Überfluss. Die Lodge wurde während unseres Aufenthalts von Tukanen, Aras, Affen, Faultier und vieles sonst das kreucht und fleucht besucht. Unsere Hütte hatte keine wirklichen Wände, sondern wir waren nur durch Moskitonetze von der Natur getrennt. Schon genial, wenn man im Bett liegt und draussen das Meer tosen hört und der Himmel von Blitzen erhellt wird…

Auf unseren Touren haben wir die Unterwasserwelt mit Taucherbrille und Schnorchel entdeckt, wobei Gisela einen Hai und eine Meeresschildkröte gesehen hatte. Die Delfine sahen wir nur vom Boot aus. Im Dschungel beobachteten wir viele Echsen und Vögel, Krokodile, Schlangen, Spinnen und Affen. Offenbar haben wir einer Affengruppe einmal zu lange zugeschaut, denn wir wurden von ihnen mit viel Krach und gefletschten Zähnen verjagt. Eine Horde wilder Hunde erscheint harmloser als ein Pack Affen…

Die einsamen, palmengesäumten Strände, der dichte Regenwald und die Artenvielfalt waren einfach beeindruckend. Wir wollten gar nicht mehr in die Zivilisation zurück kehren! Leider sind aber die Strände auch im Paradies nicht vom Müll aus dem Meer verschont…

Nach einer stündigen Bootsfahrt wurden wir an diesem Strand abgesetzt und mussten noch 5 Minuten zu unserer Lodge mitten im Regenwald marschieren.

Nach einer stündigen Bootsfahrt wurden wir an diesem Strand abgesetzt und mussten noch 5 Minuten zu unserer Lodge mitten im Regenwald marschieren.

Unser Busch-Hüttli bestand aus einem Badezimmer und einem Zimmer mit Bett. Dafür hatten wir Panoramasicht und Aussicht aufs Meer

Unser Busch-Hüttli bestand aus einem Badezimmer und einem Zimmer mit Bett. Dafür hatten wir Panoramasicht und Aussicht aufs Meer

Die gesamte Küste ist gesäumt mit einsamen Palmenstränden

Die gesamte Küste ist gesäumt mit einsamen Palmenstränden

Während einer Dschungeltour konnten wir uns in krokodilfreien Tümpeln erfrischen

Während einer Dschungeltour konnten wir uns in krokodilfreien Tümpeln erfrischen

Dies ist keine Traktorspur sondern die Spur einer Meeresschildkröte, die in der Nacht an den Strand kam um ihre Eier abzulegen.

Dies ist keine Traktorspur sondern die Spur einer Meeresschildkröte, die in der Nacht an den Strand kam um ihre Eier abzulegen.

Mit dem Kanu erlebten wir eine wunderbare Tour im Regenwald. Der Fluss heisst Rio Claro und führt normalerweise klares Wasser. Da im Moment der Übergang von der Trocken- zur Regenzeit ist, hat es viel geregnet und der Fluss ist entsprechend trüb.

Mit dem Kanu erlebten wir eine wunderbare Tour im Regenwald. Der Fluss heisst Rio Claro und führt normalerweise klares Wasser. Da im Moment der Übergang von der Trocken- zur Regenzeit ist, hat es viel geregnet und der Fluss ist entsprechend trüb.

Nach einer Regennacht hat sich das Faultier direkt bei unserer Lodge zum trocknen "aufgehängt"

Nach einer Regennacht hat sich das Faultier direkt bei unserer Lodge zum trocknen "aufgehängt"

Der Tukan war morgens und abends ein regelmässiger Gast in den Bäumen rund um die Lodge

Der Tukan war morgens und abends ein regelmässiger Gast in den Bäumen rund um die Lodge

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Kategorien : Costa Rica

Mitten im Paradies

8 04 2011

Nachdem wir uns eine Nacht in San José von den Strapazen unserer Reise erholt hatten, sind wir mit dem öffentlichen Bus nach Manuel Antonio gereist. Die Busse sind etwas weniger komfortabel als in Chile und Argentinen, aber mindestens so pünktlich wie in der Schweiz.

Manuel Antonio ist ein kleiner Touristenort an der Pazifikküste. Hier befindet sich Costa Ricas kleinster aber auch meistbesuchter Nationalpark. Diesen haben wir heute zusammen mit einem Guide (und ziemlich vielen anderen Touristen) besucht. Den Guide brauchten wir, damit wir die Tiere überhaupt sehen konnten. Die Frösche, Vögel, Faultiere und Echsen sind sehr gut getarnt und man braucht viel Erfahrung, um sie zu entdecken.

Das Klima hier in Costa Rica ist feuchtheiss. Das Meer ist warm und bietet keine Abkühlung. Wir haben uns vom Reisestress verabschiedet und machen nun richtig Ferien. Ausspannen am Strand gehört da genauso dazu, wie ein „Schirmchendrink“ in einer Bar. Costa Rica – Pura Vida!

Diesen Tukan haben wir durchs Fernrohr fotografiert

Diesen Tukan haben wir durchs Fernrohr fotografiert

Am 1. Abend in Manuel Antonio haben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang genossen

Am 1. Abend in Manuel Antonio haben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang genossen

Wir geniessen unsere letzte Destination der Weltreise

Wir geniessen unsere letzte Destination der Weltreise

Im Manuel Antonio Nationalpark waren die Affen überhaupt nicht scheu

Im Manuel Antonio Nationalpark waren die Affen überhaupt nicht scheu

Auf unserer Tour durch den Manuel Antonio Nationalpark haben wir ebenfalls mehrere Faultiere gesehen

Auf unserer Tour durch den Manuel Antonio Nationalpark haben wir ebenfalls mehrere Faultiere gesehen

Rund um Manuel Antonio gibts wunderschöne Sandstrände

Rund um Manuel Antonio gibts wunderschöne Sandstrände

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Kategorien : Costa Rica

Tiefgefroren im Flugzeug

6 04 2011

Nach 2,5 Monaten in Argentinien, Chile und Uruguay sind wir am 4. April zu unserer letzten Destination aufgebrochen: Von Santiago sind wir mit American Airlines via Miami nach Costa Rica geflogen. Bisher waren die Fluggesellschaften, mit denen wir im Rahmen unseres Round-the-world-Tickets fliegen mussten, alles andere als ueberzeugend. American Airlines war hier keine Ausnahme:

Das Interieur des Flugzeugs erinnerte an die 80er-Jahre und die Sitze waren so durchgesessen, dass wir nach 30 Min. Ruecken- und Arschweh hatten. Ziemlich frueh auf einem 8 stuendigen Flug…Sofort nach dem Start haben sie ebenfalls angefangen, uns tief zu kuehlen. Den Flug haben wir nur ueberlebt, weil wir die zur Verfuegung gestellte Wolldecke bis ueber die Ohren gezogen hatten. Das Bord-Entertainment System stammte ebenfalls aus der Steinzeit. Jan kann sich erinnern, dass er 1982, wo er als kleiner Junge nach Australien geflogen war, einen Film auf einem gemeinsamen Bildschirm anschauen konnte. Bei American Airlines ist das immer noch so. Es gibt 1 Film, aber keine Kopfhoerer dazu…Nun ja, im Bordmagazin wurden wir vom Senior Vice President auf einer ganzen Seite darueber aufgeklaert, dass American Airlines eine App fuers i-phone, eine fuers i-pad und man hoere und staune, sogar eine fuers Android lanciert hat. Offenbar ging bei so viel App-Entwicklung schlicht der Onboard-Service vergessen!

Zu Gute halten muss man AA, dass das Essen ganz gut war. Doch wie bei einer echten Billig-Airline, war der Alkohol kostenpflichtig. Auf dem Flug von Miami nach San Jose gabs dann zwar ein Glas Saft kostenlos, aber wer etwas essen wollte, musste bezahlen…Ja, wir lernen auf dieser Weltreise jedenfalls, welche Fluggesellschaften wir in Zukunft meiden werden.

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Kategorien : Costa Rica

Wir lassen Südamerika hinter uns

4 04 2011

Es waren 2.5 erlebnisreiche Monate, die wir in Südamerika verbracht hatten. Wir haben spektakuläre Landschaften gesehen, spannende Menschen getroffen und den entschleunigten Lebensstil der Chilenen und Argentinier so richtig in uns aufgesogen.

Nun ist es aber Zeit „Adios“ zu sagen. Unsere letzten 2 Tage haben wir in Valparaiso in Chile verbracht. Heute haben wir uns in Santiago dann mit unseren Kollegen Brendan und Mercedes zum Mittagessen getroffen. Wir durften schon in Wellington bei ihnen übernachten und nun leben sie für 4 Monate in Santiago.

Müssen los, das Taxi zum Flughafen wartet schon…hasta luego en Costa Rica!

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Kategorien : Chile

Adios Argentina

3 04 2011

Wir haben unsere letzten Tage in Argentinien in Cordoba und Mendoza verbracht. In Cordoba durften wir bei unserer Kollegin Dania wohnen, die wir in Patagonien kennen gelernt hatten. Sie ist Kanadierin und studiert ein halbes Jahr in Cordoba. Die Stadt selber hat uns nicht unbedingt gefallen, denn es hatte sehr viel Verkehr, was Lärm und viel Gestank nach sich zog. Wir haben aber einen Ausflug in die umliegenden Berge gemacht und eine Schlucht besucht, wo wir viele Kondore beobachten konnten.

Unsere letzte Destination in Argentinien war zum 2. Mal Mendoza. Beim ersten Besuch hat es ja nicht geklappt mit der Weintour. So haben wir diesmal gerade bei unserer Ankunft eine Tour für den nächsten Tag gebucht. Erwartungsfroh warteten wir in unserer Unterkunft auf den Weinbus, doch nach 1.5 Std. war er immer noch nicht aufgekreuzt. Wir gingen zum Buchungsoffice und erhielten dann einen Privatchauffeur, der uns doch noch die Weintour ermöglichte. Offenbar hat man uns vergessen abzuholen…

Weintouren hier in Argentinien sind leider nicht mit denen in Australien vergleichbar. Unser Chauffeur fuhr uns zu 3 Weingütern. Wir erhielten dort 1-2 Gläser Wein. Unter einer Degustation verstehen wir etwas anderes…Das 3. Weingut gehörte einer Französin. Sie empfing uns, obwohl sie eigentlich schon Feierabend hatte und erklärte uns die verschiedenen Degustationsmöglichkeiten und deren Preise. Wir hingegen erklärten ihr, dass wir für die Weintour bezahlt hätten und nun nicht noch für die Degustation bezahlen wollten. Nachdem wir ihr geschildert hatten, wieso wir nicht auf der offiziellen Weintour waren, hatte sie Mitleid mit uns und offerierte uns sämtliche Weine zum Nulltarif. Das war dann schon eher nach unserem Geschmack! Dank ihrer Gutmütigkeit, bleibt uns Mendoza also doch in guter Erinnerung!

Busfahren à la Business Class: Von Salta nach Cordoba haben wir uns Suiten im Bus geleistet. Die Sitze konnte man zu bequemen Betten umfunktionieren und jeder Sitz hatte seinen eigenen TV. So macht Bus fahren Spass!

Busfahren à la Business Class: Von Salta nach Cordoba haben wir uns Suiten im Bus geleistet. Die Sitze konnte man zu bequemen Betten umfunktionieren und jeder Sitz hatte seinen eigenen TV. So macht Bus fahren Spass!

In Cordoba gibt es viele historische Gebäude, die aus der Zeit stammen, wo die Jesuiten grossen Einfluss in Südamerika hatten (1609 - 1776)

In Cordoba gibt es viele historische Gebäude, die aus der Zeit stammen, wo die Jesuiten grossen Einfluss in Südamerika hatten (1609 - 1776)

Mit Dania haben wir die Kondorschlucht besucht. Hier brüten viele Kondore und dank dem BLS-Feldstecher konnten wir viele Vögel beobachten.

Mit Dania haben wir die Kondorschlucht besucht. Hier brüten viele Kondore und dank dem BLS-Feldstecher konnten wir viele Vögel beobachten.

Die Umgebung war wie gemacht für eine tolle Weindegustation. Leider gabs nur 1 Glas...wie sehr vermissten wir die spendablen Australier!

Die Umgebung war wie gemacht für eine tolle Weindegustation. Leider gabs nur 1 Glas...wie sehr vermissten wir die spendablen Australier!

Unser Privatchauffeur Walter hat sich mächtig ins Zeug gelegt, damit wir zu fortgeschrittener Stunde dennoch Einlass bei 3 Weingütern erhielten.

Unser Privatchauffeur Walter hat sich mächtig ins Zeug gelegt, damit wir zu fortgeschrittener Stunde dennoch Einlass bei 3 Weingütern erhielten.

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Kategorien : Argentina

Ein Tag im Bus

28 03 2011

Von San Pedro de Atacama (Chile) sind wir per Bus nach Argentinien gereist. Da wir hier in Südamerika ausschliesslich mit dem Bus unterwegs sind, möchten wir euch Mal mitnehmen auf eine solche Busreise:

09.45 Uhr: Auf dem staubigen Sandplatz von San Pedro de Atacama warten wir mit anderen Reisenden auf den Bus. Obwohl der Tag erst begonnen hat, brennt die Sonne bereits gnadenlos vom wolkenlosen Himmel.

09.55 Uhr: Der Bus mit Enddestination Salta (ARG) ist angekommen. Wir verladen unser Gepäck und fahren pünktlich um 10 Uhr los.

10.05 Uhr: Wir sind nur 200 m im Bus gesessen, bevor wir alle wieder aussteigen mussten. In San Pedro befindet sich nämlich der chilenische Grenzposten. Bis zur Grenze sind es zwar noch 160 km, aber die Chilenen haben ihren Grenzposten in San Pedro. Wir können uns nicht ausmalen, wieso das so ist… Da vor uns noch 2 andere Cars am Grenzposten Halt machen, heisst es wieder Mal „Schlange stehen“.

11.00 Uhr: Alle haben ihren Ausreisestempel erhalten, der Bus ist nun definitiv abfahrbereit. Die Strasse nach Argentinien führt über den Jama-Pass. Von San Pedro (2400 m.ü.M.) steigt die Strasse durch die karge Wüstenlandschaft ohne grosse Kurven ins Altiplano. Der Boden hier ist sehr trocken und die über 5000 m hohen Berge sind plötzlich zum Greifen nah.

12.10 Uhr: Wir sind immer noch im Aufstieg auf den Jama-Pass. Die Luft wird dünner und dünner, so dass das Atmen schwer fällt, obwohl wir nur bewegungslos im Bus sitzen. Sogar der i-pod von Gisela fühlt sich in dieser Höhe unwohl und funktioniert nicht mehr. Wir sind froh, als wir die Passhöhe auf 4700 m.ü.M. erreicht haben.

12.30 Uhr: Über weitläufige Hochebenen nähern wir uns langsam der argentinischen Grenze. Das Atmen fällt uns nun wieder bedeutend leichter, sind wir doch nun schon wieder auf 4300 m.ü.M.

Eine Lagune in der kargen Hochebene zwischen Chile und Argentinien

Eine Lagune in der kargen Hochebene zwischen Chile und Argentinien

13.00 Uhr: Wir erreichen den argentinischen Grenzposten auf 4000 m.ü.M. Vor uns stehen 4 Busse, das Gepäck der Passagiere ist vor den Bussen aufgereiht. Das könnte eine längere Sache werden…

14.30 Uhr: Wir warteten 1.5 Std. im klimatisierten Bus, bevor wir endlich aussteigen dürfen. In der Zwischenzeit werden wir mit einem Snack verpflegt: Salzgebäck, 2 Apfelsaft und 3 Bonbons…zum Glück haben wir unsere eigenen Sandwiches dabei. Draussen vor dem Buss müssen wir uns in 1er-Kolonne aufstellen, ein Zollbeamter liest die Namen der Passagiere herunter und in dieser Reihenfolge müssen wir uns zur Passkontrolle anstellen. Nach dem Anstehen kommt das „Ansitzen“: Es hat ca. 20 Stühle, auf denen die vordersten Grenzgänger-Aspiranten Platz zu nehmen haben. Wenn wieder jemand an den Schalter gerufen wird und ein Stuhl frei wird, rückt jemand von den Stehenden nach. Lustiges Sesselrücken nennen wir das…

15.05 Uhr: Alle Passagiere unseres Busses haben den Einreisestempel für Argentinien erhalten. Nun ja, da wir schon oft von Chile nach Argentinien gereist sind oder umgekehrt, ist unser Pass mittlerweile voll mit diesen Stempeln. Nun wird alles Gepäck ausgeladen und wir schleppen jeder unser Gepäckstück zur Röntgenmaschine. Dies geht aber ziemlich zügig voran.

15.30 Uhr: Nach 2.5 Std. am argentinischen Zoll sind wir startklar. Zuerst verlieren wir weiter an Höhe und durchqueren dann eine riesige Salzfläche, wo auch Salz abgebaut wird. Danach erklimmen wir nochmals einen ca. 4200 m hohen Pass um danach auf wunderschönen Serpentinen (oh wie schön wäre diese Abfahrt mit dem Velo!) in ein fruchtbares Tal zu gelangen.

Die internationale Strasse durchquert die Salzfläche Salinas Grandes

Die internationale Strasse durchquert die Salzfläche Salinas Grandes

 

 

 

Unzählige Serpentinen führen vom Pass runter ins Tal

Unzählige Serpentinen führen vom Pass runter ins Tal

18.45 Uhr: Der Bus hält in Purmamarca, einem kleinen Andendörfchen, umgeben von farbigen Felsformationen. Hier übernachten wir und gehen dann am nächsten Tag weiter.

Auf dem Markt in Purmamarca werden haufenweise Kleider aus Alpacawolle angeboten

Auf dem Markt in Purmamarca werden haufenweise Kleider aus Alpacawolle angeboten

Die farbigen Felsen in Purmamarca glänzen in der Morgensonne

Die farbigen Felsen in Purmamarca glänzen in der Morgensonne

So sieht der Alltag von Busreisenden zwischen Argentinien und Chile oder umgekehrt aus. Wir sind uns das nun schon gewohnt und nehmen diese mühsame Warterei gelassen hin.

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Kategorien : Argentina

Magische Wüstentage

25 03 2011

Wir haben 3 Tage in San Pedro de Atacama, im Norden von Chile verbracht. Das kleine Wüstendorf San Pedro ist in der Nebensaison ein ziemlich verschlafenes Nest und wir haben uns richtig gefreut, wieder Mal für mehrere Tage im gleichen Bett (mit einer sehr guten Matratze!) schlafen zu können.

San Pedro liegt auf 2400 m.ü.M und ist Ausgangspunkt für den Besuch der Atacama Wüste. Diese gilt als der trockenste Ort der Welt. Es fällt durchschnittlich 5 mm Regen pro Jahr, an einigen Orten regnet es gar nie. Dieses Jahr bildet eine Ausnahme, denn im Februar hat es an 2 Tagen 20 mm Regen gegeben.  Die Atacama Wüste liegt zwischen den bis 6000 m hohen Anden und einem weiteren Gebirge. Innerhalb der Atacama Wüste befindet sich ebenfalls die 3. grösste Salzwüste der Welt, die Salar de Atacama. Sie besteht aus porösem Salzgestein und beinhaltet Lagunen, wo wir Flamingos beobachten konnten.

Eine unserer 4 Wüstentouren führte uns bis auf 4300 m.ü.M zu wunderschönen Bergseen auf einer Hochebene, dem sogenannten Altiplano.

Tagsüber wirds im Moment wohl so gegen 30 Grad warm, während die Nacht sehr kühl ist. Hier benötigen sie aber weder  Heizung noch Klimaanlage, denn die Steinhäuser regulieren die Innentemperatur bestens. In der Nacht funkeln Millionen von Sternen vom pechschwarzen Himmel, denn die Lichtverschmutzung äusserst gering ist.

Die Landschaft des Valle de la Luna ist extrem trocken und gleicht jener auf dem Mond

Die Landschaft des Valle de la Luna ist extrem trocken und gleicht jener auf dem Mond

In der Atacama Salzwüste konnten wir am frühen Morgen Flamingos beobachten

In der Atacama Salzwüste konnten wir am frühen Morgen Flamingos beobachten

Die Altiplano Lagunen liegen auf 4300 m.ü.M, aber die umliegenden Berge reichen bis 6000 m.ü.M!

Die Altiplano Lagunen liegen auf 4300 m.ü.M, aber die umliegenden Berge reichen bis 6000 m.ü.M!

 

Das Tal der Geysire liegt auf 4300 m.ü.M. Wir sind um 4 Uhr in der Früh warm eingepackt los, um die Rauchsäulen bei Sonnenaufgang zu Gesicht zu bekommen.

Das Tal der Geysire liegt auf 4300 m.ü.M. Wir sind um 4 Uhr in der Früh warm eingepackt los, um die Rauchsäulen bei Sonnenaufgang zu Gesicht zu bekommen.

Mitten in der Wüste gibts Salzwasserpools. Die Salzkonzentration ist enorm hoch, so dass man nicht untergehen kann. Der Auftrieb ist noch viel stärker als im Neoprenanzug.

Mitten in der Wüste gibts Salzwasserpools. Die Salzkonzentration ist enorm hoch, so dass man nicht untergehen kann. Der Auftrieb ist noch viel stärker als im Neoprenanzug.

Jan trägt Gisela auf einer Hand über die Salzfläche

Jan trägt Gisela auf einer Hand über die Salzfläche

Es handelt sich hier nicht um Schnee, sondern um eine Salzfläche. Den Schnee gibts in den Anden erst ab einer Höhe von 5000 m!

Es handelt sich hier nicht um Schnee, sondern um eine Salzfläche. Den Schnee gibts in den Anden erst ab einer Höhe von 5000 m!

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Kategorien : Chile

Böses Erwachen am Tag danach

20 03 2011

Wir hatten eine unruhige Nacht in Paraguay. Der intensive Vortag (siehe Blogeintrag „Unvergessliche Stunden in Paraguay“) hat unsere Bäuche wohl etwas überfordert. Jan verzichtete sogar auf das herrliche Frühstück mit Spiegelei, Honig und Schweizer Käse. Das war ja wohl ein schlechtes Zeichen. Am Mittag hiess es dann Abschied nehmen von Paraguay. Stephan hatte für uns einen Transfer mit der Autofähre von Paraguay über den Fluss direkt nach Puerto Iguazu organisiert. Wir wurden direkt am Flughafen abgeladen um via Buenos Aires nach Mendoza zu fliegen. Das war ein echter VIP-Service!

Jan war inzwischen zu schwach um in der Check-In Schlange anzustehen und wartete auf einem Bänkli bis wir an der Reihe waren. Doch nun wurde es erst richtig anstrengend: Wir hatten unsere Tickets übers Internet gekauft und dafür auch eine Bestätigung erhalten. Die Dame am Check-in erklärte uns aber nun, dass unsere Tickets nur für Einheimische gelten würden und wir als Ausländer eine andere Tarifklasse zu buchen hätten. Dumm nur, dass uns LAN bei der Buchung nicht darauf aufmerksam gemacht hatte. Nennt man das nicht Diskriminierung? Jedenfalls kennen wir keine andere Fluggesellschaft, die eine Preisdifferenzierung nach Nationalitäten vornimmt. Wir haben immer gemeint, dass www für „World Wide Web“ steht und von jedermann auf der ganzen Welt benutzt werden kann.

Die Dame bleibt stur und bietet uns die Möglichkeit für einen saftigen Aufpreis heute nach Buenos Aires zu fliegen. Der Flug von dort nach Mendoza ist jedoch überbucht und wir würden in Buenos Aires stranden. Am nächsten Tag würden wir nochmals sehr viel bezahlen müssen, um weiter nach Mendoza fliegen zu können. Nach langem Hin und Her, unterdessen ist unser Flugzeug schon längst abgehoben, bietet uns die Check-in Dame dann an, am nächsten Tag für den Aufpreis von gut CHF 200 die ganze Strecke zu fliegen. Zuerst haben wir uns gegen dieses Angebot entschieden und sind zurück in die Stadt gefahren, um die Kapazitäten der Busse abzuklären. Uns wurde aber bald bewusst, dass die Reise nach Mendoza über 30 Stunden dauern würde. So entschieden wir uns für den Flug am nächsten Tag zum „Ausländertarif“. Nur konnten wir diese Umbuchung nicht in der Stadt vornehmen und mussten wieder zum Flughafen. Wir fanden einen Taxifahrer, der uns unsere Verzweiflung wohl ansah und uns zu einem Spezialtarif zum Flughafen und zurück fuhr. Im Preis inbegriffen war auch die 40 minütige Wartezeit, die die Check-in Damen (ja, es brauchte dafür 2 Leute!) für die Umbuchung benötigten.

Um 19 Uhr waren wir zurück in Puerto Iguazu und froh, ein Doppelzimmer gefunden zu haben. Jan, der den ganzen Tag keine Nahrung zu sich nehmen konnte, fiel fiebrig ins Bett und schlief sofort ein.

 

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Kategorien : Argentina

Unvergessliche Stunden in Paraguay

20 03 2011

Von Puerto Iguazu sind wir mit dem Bus via Brasilien nach Ciudad del Este in Paraguay gefahren. Vor dem Besuch dieser Stadt wird grundsätzlich in jedem Reiseführer gewarnt, da es ein gefährlicher und unsicherer Ort sein soll. Wir trafen uns hier aber mit Stephan (ex-Arbeitskollege von Jan), seiner Lebenspartnerin Fabienne und Francis, die für uns einen intensiven Tag in und um Ciudad del Este organisiert haben. Der Vater von Francis und Fabienne wanderte nach seiner Pensionierung nach Paraguay aus und besitzt eine wunderschöne Villa im Country Club von Ciudad del Este. Francis lebt seit 7 Jahren hier und betreut den betagten Vater.

Zuerst besuchten wir einen weiteren Auslandschweizer, der im 12. Stock wohnt und uns seinen Balkon als Aussichtsplattform zur Verfügung stellte. Der Balkon war aber nicht nur Aussichtspunkt, sondern auch der Ort, wo wir unser erstes paraguayanisches Bier tranken. Es war erst 9.15 Uhr…Francis hat uns ein paar Anekdoten aus dem Leben im 2. korruptesten Land der Welt erzählt. So gibt es zum Beispiel keine Autoprüfung und keine Auslieferungen von geflüchteten Straftätern. Wir merkten schnell, dass mit Geld und Geschenken hier vieles leichter fällt.

Danach gings im silbrigen Mercedes C-Klasse mit CH-Aufkleber in den Country Club. Dies ist ein hermetisch abgeriegeltes Villenviertel mit eigenen Geschäften und Golfplatz. Es ist eine völlig andere Welt, die mit dem Leben draussen auf den Strassen nichts gemein hat. Wir hatten aber das Glück, mit Francis einen absoluten Kenner der Aussenwelt als Gastgeber zu haben (mehr davon weiter unten). Jan hat als erstes im Pool einen erfrischenden Schwumm genommen. Als nächstes wurde auf unsere Ankunft mit einem Vodka-Orange angestossen.

Am Mittag fuhren wir in eine Churrasceria, ein Steakhouse ausserhalb der Stadt. Hier gabs Salate und Beilagen à discretion und die Kellner brachten dauernd frisches Fleisch am Spiess direkt an den Tisch. Das Fleisch war von ausserordentlich guter Qualität! Natürlich durfte ein Bierchen nicht fehlen… Nachdem wir uns die Bäuche vollgeschlagen hatten, gings ein Haus weiter. Wir besuchten Sandra, eine Brasilianerin, die neben der neu eröffneten Adidas-Fabrik ein kleines Beizli führt, wo Francis Stammgast ist. Was denkt ihr, was es zum Trinken gab? Richtig, cerveza!

Nächster Programmpunkt war die Autogarage von Francisco, einem weiteren Kollegen von Francis. Wer sich nun eine saubere, moderne Garage wie bei uns vorstellt, der liegt falsch. Auf den nachfolgenden Fotos könnt ihr euch selber ein Bild einer paraguayanischen Garage machen. In einem Hinterhof standen rostige Autowracks herum, die Wand war voll gepflastert mit erotischen Postern und zwischen Hühnern, Hunden und Kindern gabs auch noch ein paar Autoersatzteile. Was es hier nicht gab war Bier!

Francisco besitzt ebenfalls eine Farm. Diese stellte er uns als Schiessplatz zur Verfügung. Francis brachte in einem kleinen Sportrucksack 6 unterschiedliche Revolver und Pistolen seines beachtlichen Waffenarsenals mit. Bevor wir aber losballern konnten, mussten wir noch Munition kaufen. Diese, wie auch Waffen, gibts hier problemlos zu kaufen. Als wir im Laden waren, hat ein Einheimischer gerade 2 Gewehre gekauft, sie in einen Sack verpackt, aufs Motorrad gebunden und ist davon gebraust. So einfach geht das hier!

Auf der Farm wimmelte es von Federvieh jeglicher Art und es waren ebenfalls 3 Arbeiter zugegen. Wir stellten als Ziele Aludosen auf und nach den ersten paar Schüssen wussten auch die Hühner und Enten, dass sie sich nun verziehen sollten. Leider lag die Motorsäge noch in der Schusslinie und Jan hat mit der riesigen Schrotknarre das Ding nur knapp verfehlt. Nun wurde sie für den Rest der Schiessübung sicherheitshalber weg getragen.

Am Abend war ein Volleyball-und Grillplausch auf der Polizeiwache von Don Bosco angesagt. Comissario Flores hat uns stolz seine Wache gezeigt und war hocherfreut über den Besuch seiner Polizeikollegin aus der Schweiz. Sogar sein Schlafgemach durften wir besichtigen, auch hier hing wieder ein Poster einer nackten Schönheit.

Francisco der Garagier, brachte Unmengen von Fleisch und machte sich ans Grillieren, während Comissario Flores im Sporttenü mit seinen Mitarbeitern und Jan Volleyball spielte. Nach einem Match wollte Jan eigentlich zur gemütlichen Bierrunde wechseln, doch Comissario Flores wollte unbedingt mit Jan gemeinsam einen weiteren Match spielen. Da gabs keine Widerrede. Wir hatten dann sogar gewonnen und dies begoss der Comissario mit ein paar Bierchen.

Als das Fleisch langsam aber sicher gar war, nahm Tito die Gitarre hervor und sang wunderschöne, südamerikanische Lieder. Seit längerem hatten wir Comissario Flores nicht mehr gesehen, hatten gedacht, er würde sich wohl umziehen um dann mit uns zu essen. Plötzlich trat er aber aus der Wache, bekleidet in Uniform, schusssicherer Weste und Revolver am Gurt. Er machte ein ernstes Gesicht als er uns verkünden musste, dass unweit von hier soeben ein Polizist erschossen worden sei. Die Stimmung war natürlich sofort getrübt, Tito hörte auf Gitarre zu spielen und wir beschlossen, das Fleisch bei Francisco in der Autogarage zu essen. Zwischen Autowracks sassen wir also nun gemütlich beisammen, assen das doch schon etwas zähe Fleisch, Maniok und Sopa, ein paraguayanischer Kuchen aus Maismehl. Tito hatte mittlerweile Verstärkung erhalten und zu zweit sorgten sie für die musikalische Unterhaltung an diesem Abend.

Gegen Mitternacht waren wir wieder im sicheren Country Club. Wir kühlten uns im beleuchteten Pool ab, bevor wir zum Schlummertrunk übergingen. Dabei hatte uns Francis den Blog eines ausgewanderten Schweizer Ehepaars gezeigt. Die Probleme, die ausgewanderte, pensionierte Schweizer im Country Club haben, waren echte Schenkelklopfer. Überzeugt euch selber unter http://egliblog.blogspot.com

Nochmals ganz herzlichen Dank an Fabienne, Francis und Stephan für diese unvergesslichen Stunden in Paraguay!

Hoch über Ciduad del Este stossen wir auf unseren Adventure-Tag in Paraguay an. Gisela, Stephan, Francis und Fabienne (v.l.n.r)

Hoch über Ciduad del Este stossen wir auf unseren Adventure-Tag in Paraguay an. Gisela, Stephan, Francis und Fabienne (v.l.n.r)

Eine Autogarage in Paraguay gleicht nicht ganz jenen in der Schweiz...

Eine Autogarage in Paraguay gleicht nicht ganz jenen in der Schweiz...

Commandante Bärtschi übt sich im Umgang mit der Riesenknarre

Commandante Bärtschi übt sich im Umgang mit der Riesenknarre

Aus dem gesamten Waffenarsenal stach die Riesenknarre hervor. Gisela war froh, diese nach einem Schuss wieder weg legen zu können.

Aus dem gesamten Waffenarsenal stach die Riesenknarre hervor. Gisela war froh, diese nach einem Schuss wieder weg legen zu können.

Gisela posiert mit ihrem Amtskollegen Comissario Flores in der Polizeiwache von Don Bosco

Gisela posiert mit ihrem Amtskollegen Comissario Flores in der Polizeiwache von Don Bosco

Comissario Flores hat die Uniform mit dem Sporttenü getauscht und ist voller Elan beim Volleyball spielen

Comissario Flores hat die Uniform mit dem Sporttenü getauscht und ist voller Elan beim Volleyball spielen

Die beiden Gitarreros sangen wunderschöne Lieder für uns

Die beiden Gitarreros sangen wunderschöne Lieder für uns

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Kategorien : Argentina

Tosende Fluten im Nordosten Argentiniens

16 03 2011

In den letzten Tagen haben wir spektakuläre Wasserfälle im Nordosten Argentiniens besucht.

Zuerst besichtigten wir den längsten Längswasserfall der Welt. Dies ist ein Wasserfall, der über 3 km den Rio Uruguay der Länge nach in 2 Hälften teilt. Sehr ungewöhnlich für einen Wasserfall, normalerweise bildet er eine Stufe quer zur Flussrichtung.

Nach einer etwas mühsamen Busreise erreichten wir gestern Puerto Iguazu, den Ausgangsort zum Besuch der Iguazu-Fälle. Wir haben heute einen ganzen Tag im Park verbracht und waren stark beeindruckt von diesen immensen Wasserfällen. Wenn man es nicht selber erlebt hat, kann man sich gar nicht vorstellen, welche gewaltigen Wassermassen hier donnernd zu Tale stürzen. Ein echtes Naturspektakel!!! Die Iguazu-Fälle bestehen aus über 250 Wasserfällen, wobei der höchste 80 m misst. Pro Sekunde „verschlingt“ der Teufelsschlund (Garganta del diablo) 1700 m3 Wasser.

Die Saltos del Mocona sind die längsten Längswasserfälle der Welt und nur vom Boot aus zu besichtigen. Sie liegen im Grenzfluss Rio Uruguay, der die Grenze zwischen Argentinien und Brasilien bildet.

Die Saltos del Mocona sind die längsten Längswasserfälle der Welt und nur vom Boot aus zu besichtigen. Sie liegen im Grenzfluss Rio Uruguay, der die Grenze zwischen Argentinien und Brasilien bildet.

Der Zufluss zum Garganta del Diablo sieht harmlos aus...

Der Zufluss zum Garganta del Diablo sieht harmlos aus...

...doch der Garganta del Diablo entpuppt sich als brodelnde Teufelsküche, die ihrem Namen alle Ehre macht

...doch der Garganta del Diablo entpuppt sich als brodelnde Teufelsküche, die ihrem Namen alle Ehre macht

Die Iguazu Fälle liegen im 3-Ländereck Argentinien, Paraguay, Brasilien

Die Iguazu Fälle liegen im 3-Ländereck Argentinien, Paraguay, Brasilien

Überall Wasser: Einer der über 250 Wasserfälle, welche die Iguazu Fälle bilden

Überall Wasser: Einer der über 250 Wasserfälle, welche die Iguazu Fälle bilden

Die Iguazu Fälle haben mit ihrer Gischt an diesem heissen Tag für eine willkommene Abkühlung gesorgt

Die Iguazu Fälle haben mit ihrer Gischt an diesem heissen Tag für eine willkommene Abkühlung gesorgt

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Kategorien : Argentina

Natur pur im Sumpfgebiet Iberà

12 03 2011

Von Mercedes aus sind wir für 2 Tage ins Sumpfgebiet Esteros del Iberà gefahren. Um dorthin zu gelangen mussten wir 2 Std. Fahrt im 4×4 über eine holprige Schotterpiste über uns ergehen lassen. Der Señor, der uns gefahren hatte, wollte uns wohl schockgefrieren, so kalt war die Klimaanlage. Als tapfere Schweizer hielten wir aber dagegen. Der Schock kam dann, als wir ausstiegen und uns die Glutofenhitze mitten am Nachmittag fast grillierte. Zum Glück hatte das Zimmer eine Klimaanlage.  

Das Sumpfgebiet Iberà bedeckt 13’000 km2 und beherbergt 4000 Tier- und Pflanzenarten. Auf einer Bootstour und einer Nachtwanderung haben wir einen ganz kleinen Teil dieses wunderschönen Naturreservats erkundet und gestaunt über die Artenvielfalt und die fehlende Scheu der Tiere. Wir haben Kaimane, Wasserschweine, Sumpfhirsche, Affen und viele Vögel gesehen. In der Nacht ebenfalls Vizcachas (so eine Mischung zwischen Kaninchen und Meerschweinchen) und ein Gürteltier.

Der rote Pick-up des vorgenannten Señors ist offenbar der einzige Transport zurück nach Mercedes, wenn man nicht um 5 Uhr in der Früh den Bus nehmen will (und wer will das schon?). Da der Pick-up nur über 4 Plätze verfügt ist er dementsprechend schnell voll und so gabs schon am Vortag unserer Abreise keine Plätze mehr. Der Señor hat uns angeboten, hinten auf der Ladefläche für die Hälfte des Preises mitzufahren, was immer noch dem Preis für die Busfahrt entsprach. Wir versuchten uns dann im Autostopp um dem „sicheren“ Hitzetod, der Staublunge und dem gebrochenen Rücken zu entgehen. Wir hatten Glück und schon nach einer halben Stunde und dem 2. Auto wurden wir mitgenommen.

Wir sind nun auf dem Weg zu den Iguazu Fällen, wo wir in ca. 2 Tagen eintreffen möchten. Die Temperaturen nehmen zu, es ist schwül-heiss und von Mittag bis in den späten Nachmittag ist Siesta angesagt. In der Hostel wo wir heute sind, haben wir ein Schwimmbad, das werden wir noch nutzen, ganz sicher!

Die Strasse in den Nordosten von Argentinien ist über weite Teile schnurgerade und führt durch Weideland, wo die für ihr Fleisch berühmten argentinischen Rinder grasen

Die Strasse in den Nordosten von Argentinien ist über weite Teile schnurgerade und führt durch Weideland, wo die für ihr Fleisch berühmten argentinischen Rinder grasen

Der Sumpfhirsch kann seine Hufen ausspreizen, damit er sich im Sumpf besser bewegen kann

Der Sumpfhirsch kann seine Hufen ausspreizen, damit er sich im Sumpf besser bewegen kann

Ein Kaiman schwimmt im Sumpfgebiet Iberà seelenruhig im Wasser und fühlt sich durch uns nicht gestört

Ein Kaiman schwimmt im Sumpfgebiet Iberà seelenruhig im Wasser und fühlt sich durch uns nicht gestört

Abendstimmung in Iberà. Dieses Sumpfgebiet ist 13'000 km2 gross, was rund 1/3 der Schweiz entspricht

Abendstimmung in Iberà. Dieses Sumpfgebiet ist 13'000 km2 gross, was rund 1/3 der Schweiz entspricht

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Kategorien : Argentina

Wir sind ausser Reichweite des Tsunami

12 03 2011

Heute haben wir in den Nachrichten gehört, dass es in Japan ein starkes Seebeben gegeben hat und eine Tsunami-Welle auf dem Weg über den Pazifik bis an die Küste Südamerikas ist. Keine Angst, wir sind weit weg von der Pazifikküste und die bis 6500 m hohen Anden bilden einen sicheren Schutzwall.

Wir sind im tiefen Nordosten von Argentinien angekommen. Richtiges Gaucho-Land! Es ist schwül-heiss und man schwitzt schon vom rumsitzen.

Von der Atlantikküste von Uruguay sind wir mit dem Bus zuerst zurück nach Montevideo gereist. Dort hatten wir 7 Std. Aufenthalt und sind dann mit dem Nachtbus quer durch Uruguay an die Grenze zu Argentinien gefahren. Mit einem weiteren Bus sind wir über die Grenze gefahren. Der Grenzübertritt zwischen Uruguay und Argentinien funktioniert wesentlich unkomplizierter als zwischen Chile und Argentinien. Hier schaffen sie es sogar, dass beide Zollämter unter einem Dach untergebracht sind. Von Concordia in Argentinien haben wir dann wieder einen Bus genommen und sind noch 6 Std. nach Norden gefahren bis Mercedes. Insgesamt waren wir mit allen Zwischenhalten 26 Std. unterwegs.

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Kategorien : Argentina

Ausruhen in Uruguay

9 03 2011

Wir haben fast eine Woche in Uruguay verbracht. Das kleine Land mit nur 3 Mio. Einwohnern (1.5 Mio davon leben in der Hauptstadt Montevideo) liegt östlich von Argentinien, eingequetscht von den 2 Riesen Südamerikas, Brasilien und Argentinien.

Jans Schwester Eva, die seit November 2010 in Uruguay lebt, kam uns in Montevideo abholen. Nach unserem Aufenthalt in Buenos Aires kam uns Montevideo vor wie ein Dorf. Es war so ruhig und verkehrsarm. Die erste Nacht durften wir bei Agus schlafen, eine Kollegin von Eva, die vor 10 Jahren bei uns in der Schweiz war.

Die nächsten Tage verbrachten wir an der Küste von Uruguay, wo die Familie von Agus ein kleines Häuschen direkt am Meer besitzt. Es war wunderbar hier für einmal keine Backpacker zu treffen, sondern mit den Einheimischen zu leben. Das bedeutete natürlich auch, dass wir wieder Spanisch sprechen mussten und dass das Nachtessen nicht vor Mitternacht eingenommen wurde. Unser Spanisch verbessert sich jeweils schlagartig, wenn wir ein paar Tage mit den Einheimischen unterwegs sind.

Eva lebt in ihrem Büssli in einem kleinen Strandort und tritt mit 3 anderen Chicas täglich mehrmals auf. Sie haben eine wirklich tolle Feuer-Show, die vom zahlreichen Publikum immer mit guten Kollekten honoriert wird.

Der beschauliche Alltag in Uruguay haben uns gut getan und wir konnten unsere „Reisebatterien“ wieder aufladen für die noch vor uns stehenden Wochen.

Montevideo ist nicht wirklich eine schöne Stadt. Neben historischen Gebäuden und Statuen gibts auch viele hässliche Plattenbauten

Montevideo ist nicht wirklich eine schöne Stadt. Neben historischen Gebäuden und Statuen gibts auch viele hässliche Plattenbauten

Die erste Nacht in Aguas Dulces mussten wir draussen vor der Tür schlafen. Leider konnten wir den Schlüssel fürs Häuschen nicht auftreiben. Eine nette Nachbarin hat uns Decken gegeben, damit wir doch noch einigermassen weich liegen konnten.

Die erste Nacht in Aguas Dulces mussten wir draussen vor der Tür schlafen. Leider konnten wir den Schlüssel fürs Häuschen nicht auftreiben. Eine nette Nachbarin hat uns Decken gegeben, damit wir doch noch einigermassen weich liegen konnten.

Die gesamte Südküste Uruguays ist ein einziger Sandstrand!

Die gesamte Südküste Uruguays ist ein einziger Sandstrand!

Gisela und Agus geniessen ein kühles Bier am Strand

Gisela und Agus geniessen ein kühles Bier am Strand

Agus, Eva und Jan

Agus, Eva und Jan

Cabo Polonio ist ein kleines Strandörtchen ohne Strom und fliessendes Wasser. Es ist nur mit 4x4-Lastwagen über die Sanddünen erreichbar.

Cabo Polonio ist ein kleines Strandörtchen ohne Strom und fliessendes Wasser. Es ist nur mit 4x4-Lastwagen über die Sanddünen erreichbar.

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Kategorien : Uruguay

Saftiges argentinisches Steak

2 03 2011

Zum Abschluss unseres Aufenthalts in Buenos Aires gingen wir heute auswärts essen. Etwas, das wir uns auf unserer Weltreise nicht oft leisten. Ganz in der Nähe von unserer Unterkunft fanden wir ein Restaurant, das voll besetzt war mit Einheimischen. Das ist immer ein gutes Zeichen für Qualität und günstige Preise.  Wir gönnten uns eines der berühmten argentinischen Rinds-Steaks. Wir wurden nicht enttäuscht, was sowohl Qualität wie auch Quantität anging. Für 2 gemischte Salate, 2 saftige, grosse Rinds-Steaks mit Beilage und eine feine Flasche Wein bezahlten wir umgerechnet CHF 40.–! Zum Glück merkten wir noch bevor wir die Desserts bestellten, dass wir gar nicht mit Kreditkarte bezahlen konnten. Die Rechnung war schon ohne Desserts über CHF 40.–, aber der Kellner stellte sicher, dass wir genau den Betrag bezahlen mussten, den wir noch im Portemonnaie hatten. Das nennt man argentinische Gastfreundschaft!

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Kategorien : Argentina

Heisse Tage in Buenos Aires

1 03 2011

Am 26. Februar sind wir abends spät in Buenos Aires angekommen. Wir haben die 2700 km von Rio Gallegos ganz im Süden von Patagonien nach Buenos Aires im Flugzeug zurück gelegt. Nach den erfrischenden Sommertemperaturen in Patagonien mussten wir uns zuerst an die tüppig warme Luft in Buenos Aires gewöhnen. Wir waren aber froh, endlich wieder Mal in eine Stadt zu kommen, die lebt, singt und tanzt und auch historisch und kulturell etwas zu bieten hat. Die langweiligen und öden Provinzstädtchen Patagoniens und Chiles mussten wir nun lange genug „erdauern“.

Obwohl Buenos Aires die 12. grösste Stadt der Welt ist, ist das Zentrum relativ kompakt und kann zu Fuss gut durchwandert werden. Am 1. Tag besuchten wir den Antiquitätenmarkt im ältesten Quartier der Stadt. War richtig faszinierend, was da alles feilgeboten wurde: Uralte TVs, Kameras von 1920 die noch funktionieren, Besteck, Teller, Telefone, etc. etc.  Heute waren wir auf einer Stadtrundfahrt. Die Stadt ist sehr grün mit vielen Bäumen und Pärken und an jeder Ecke gibts ein Denkmal oder ein historisches Gebäude. Für Kunstliebhaber gibts unzählige Museen und Galerien. Mal schauen, ob wirs noch ins eine oder andere schaffen…

Die Argentinier leben v.a. in der Nacht, es ist üblich erst um 23 Uhr ins Restaurant zum Nachtessen zu gehen. Um 21 Uhr ist man jedenfalls alleine…Die grosse Leidenschaft, wenn nicht sogar ihre Religion ist der Fussball. So haben wir am 1. Abend eine Tour an ein Fussballspiel zwischen 2 der ganz grossen Teams aus Buenos Aires gebucht. Für den Preis, den wir bezahlten, erwarteten wir eigentlich Sitzplätze. Stattdessen wurden wir inmitten der Heim-Fans auf den Stehplatzrampen platziert. Wer das nicht Mal erlebt hat, kann sich nicht vorstellen, was da abgeht. Uns war nicht ganz wohl und wir waren ehrlich gesagt froh, als die 90 Min. vorbei waren und ebenfalls nicht traurig, dass das Heimteam kein Goal geschossen hatte. Die Fans sind extrem fanatisch, da wird dauernd gesungen und gehüpft dass die Tribüne gefährlich wackelt und ab und zu Leute die Tribünenstufen runterfallen. Vor dem Spiel wurden Banner und Tücher über die ganze Tribünenlänge gespannt. Wir nahmen an, dass diese bei Spielbeginn wieder eingerollt würden, doch dem war nicht so. Gestört hats offenbar nur uns, alle anderen akzeptieren, dass sie nicht freie Sicht aufs Spielfeld haben…Im Gegensatz zur Schweiz sind die Fans aber nicht betrunken. Im Stadion gibts keinen Alkohol zu kaufen und offenbar dröhnen sie sich auch nicht vor dem Spiel zu.

Hier gehts zur Stadtrundfahrt (Fotos):

Der Tango ist all gegenwärtig in Buenos Aires

Der Tango ist all gegenwärtig in Buenos Aires

Der Friedhof von Recoleta enstand 1822 und ist der älteste der Stadt. Hier liegen die wichtigsten Personen des Landes begraben, u.a. auch Evita Peron. Mit all den grossen Mausoleen gleicht der Friedhof einer "Stadt in der Stadt"

Der Friedhof von Recoleta enstand 1822 und ist der älteste der Stadt. Hier liegen die wichtigsten Personen des Landes begraben, u.a. auch Evita Peron. Mit all den grossen Mausoleen gleicht der Friedhof einer "Stadt in der Stadt"

Das Parlamentsgebäude von Argentinien

Das Parlamentsgebäude von Argentinien

Packende Stimmung im Fussballstadion. Für Schweizer aber doch auch etwas beängstigend...

Packende Stimmung im Fussballstadion. Für Schweizer aber doch auch etwas beängstigend...

Das Quartier Boca steht ganz im Zeichen des berühmtesten Fussballklubs Argentiniens, den Boca Juniors. Die Bewohner bemalen sogar ihre Häuser in den Klubfarben. Fussball ist hier eben mehr als ein Spiel...

Das Quartier Boca steht ganz im Zeichen des berühmtesten Fussballklubs Argentiniens, den Boca Juniors. Die Bewohner bemalen sogar ihre Häuser in den Klubfarben. Fussball ist hier eben mehr als ein Spiel...

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Kategorien : Argentina

Feuerland in Sicht

25 02 2011

Wir sind am südlichsten Punkt unserer Weltreise angekommen, in Punta Arenas (Chile) in Patagonien. Bis zur Antarktis ist es nicht mehr weit und von Tierra del Fuego (Feuerland) sind wir nur noch durch die Magellan-Strasse, die einzige Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik, getrennt. Dank des schönen Sommerwetters können wir bis nach Feuerland sehen. Wir haben uns aber entschieden, nicht nach Feuerland zu reisen und stattdessen mehr Zeit mit Eva und Freunden in Uruguay zu verbringen. Deshalb gehts am 25.2. mit dem Bus nach Rio Gallegos (ARG), von wo wir am 26.2. nach Buenos Aires fliegen. Nach ein paar Tagen in der Welthauptstadt des Tangos nehmen wir dann Kurs auf Uruguay.

Nur noch die Magellan-Strasse liegt zwischen Punta Arenas und Tierra del Fuego

Nur noch die Magellan-Strasse liegt zwischen Punta Arenas und Tierra del Fuego

In Punta Arenas gibt es ein paar historische Gebäude, u.a. die Kirche

In Punta Arenas gibt es ein paar historische Gebäude, u.a. die Kirche

Einige Gräber auf dem Friedhof von Punta Arenas gleichen kleinen Kirchen. Auffällig sind die vielen jugoslawischen Nachnamen, was auf die Einwanderer aus Kroatien hindeutet

Einige Gräber auf dem Friedhof von Punta Arenas gleichen kleinen Kirchen. Auffällig sind die vielen jugoslawischen Nachnamen, was auf die Einwanderer aus Kroatien hindeutet

Auf Isla Magdalena brüten jeden Sommer 65'000 Paare Magellanpinguine

Auf Isla Magdalena brüten jeden Sommer 65'000 Paare Magellanpinguine

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Kategorien : Chile