Eindrückliche Naturgewalten

8 02 2011

Am 6.2. verabschiedeten wir uns von Ana und Leo und nahmen die Fähre von Chiloé nach Chaitén auf dem Festland. Die Fähre legte um 9 Uhr ab, doch als wir ein paar Tage früher die Tickets kauften, wurden wir gebeten schon um 7 Uhr fürs Check-in dort zu sein. Als wir dann am Reisetag um 7.45 Uhr aufkreuzten, waren ausser ein paar Autos und ein paar Hafenarbeitern noch niemand dort. Auch die Fähre noch nicht…Hätte also auch gereicht, wenn wir um 8.45 Uhr gekommen wären. Auf der Überfahrt hatten wir dank des Prachtwetters herrliche Sicht auf die teils schneebedeckten Anden auf dem Festland. Obwohl das Meer recht ruhig war, rüttelte es teilweise stark und wir hatten ein paar Mal ein flaues Gefühl im Magen.

Nach 8 Stunden erreichten wir Chaitén, ein Örtchen, das 2008 durch einen mehrwöchigen Vulkanausbruch zerstört wurde. Wir kamen uns vor wie in einer Geisterstadt: die Strassen voller Schlaglöcher und Vulkanasche, viele Häuser verlassen und zerfallen, die Menschen desillusioniert und deprimiert. Die chilenische Regierung möchte den Ort eigentlich nicht wieder aufbauen, doch ein paar Bewohner wollen offenbar nicht weg. Strom, warmes Wasser und Telefon ist hier keine Selbstverständlichkeit. In dieser Einöde finden wir aber eine schöne Hospedaje, wo wir vom Besitzer persönlich empfangen werden. Das Haus ist in gutem Zustand, wohl wieder aufgebaut, die Zimmer sind sauber und geräumig. Es gibt warmes Wasser zum duschen und sobald es dunkel wird, produziert ein Generator Strom.

Der schlechte Zustand des Ortes schlägt auf unsere Stimmung. Wir wollen am nächsten Tag möglichst schnell weiter Richtung Süden, doch das ist schneller gesagt als getan. Nun sind wir tief in Patagonien angekommen. Hier scheint das Reisen nicht mehr ganz so unkompliziert und schnell zu gehen, wie noch weiter nördlich. Der Bus sollte um 10 Uhr früh fahren, es kann aber irgendwann zwischen 9.30 und Mittags sein, wird uns beschieden. So warten wir am 7.2. ab 9.15 Uhr am Strassenrand gemeinsam mit ein paar anderen Backpacker auf den Bus. Er kommt 3 Std. später um 12.15 Uhr. Das Warten macht uns in der Zwischenzeit nichts mehr aus, es gehört in Südamerika einfach dazu… Nun sind wir auf der Carretera Austral unterwegs, eine Schotterpiste, die von Chaitén noch 1000 km in den Süden führt. Der Bus benötigt fast 4 Std. für 150 km. Danach sind wir in La Junta. Von hier wollen wir eigentlich noch heute Nachmittag weiter, aber es gibt keinen Bus mehr. Dieser fährt dann morgen um 5.30 Uhr… 

Die Anden ragen aus dem Meer

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Ob das Matterhorn vom Wallis nach Chile transferiert wurde?

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Dieser harmlos aussehende Vulkan verwüstete 2008 Chaitén
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Zona 0: Cero Luz, Cero agua, Cero apoyo. Kein Licht, kein Wasser, keine Unterstützung...

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Nicht jede Polizeiwache kann so schön sein wie diejenigen in Langnau und Gstaad. In Chaitén hausen sie in einem Anhänger.

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Viele Häuser in Chaitén sind in schlechtem Zustand und verlassen

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1 Antwort zu “Eindrückliche Naturgewalten”

  • Marlin sagt:

    Hei dir 2

    Ig ha ganz interessiert öie Bricht über Chaiten gläse. Bi ja sälber o dert gsi! Het mi ganz e idrückläche Ort dünkt, vor allem dr Friedhof! Dert hetts nämlech e Öpfelboum ka wo völlig igschäret isch gsi aber er het Frücht treit!

    Häbets witerhin toll uf euere interesante Reis! Lg us dr sonnig CH, Marlin

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