Heisse Tage in Buenos Aires
1 03 2011Am 26. Februar sind wir abends spät in Buenos Aires angekommen. Wir haben die 2700 km von Rio Gallegos ganz im Süden von Patagonien nach Buenos Aires im Flugzeug zurück gelegt. Nach den erfrischenden Sommertemperaturen in Patagonien mussten wir uns zuerst an die tüppig warme Luft in Buenos Aires gewöhnen. Wir waren aber froh, endlich wieder Mal in eine Stadt zu kommen, die lebt, singt und tanzt und auch historisch und kulturell etwas zu bieten hat. Die langweiligen und öden Provinzstädtchen Patagoniens und Chiles mussten wir nun lange genug „erdauern“.
Obwohl Buenos Aires die 12. grösste Stadt der Welt ist, ist das Zentrum relativ kompakt und kann zu Fuss gut durchwandert werden. Am 1. Tag besuchten wir den Antiquitätenmarkt im ältesten Quartier der Stadt. War richtig faszinierend, was da alles feilgeboten wurde: Uralte TVs, Kameras von 1920 die noch funktionieren, Besteck, Teller, Telefone, etc. etc. Heute waren wir auf einer Stadtrundfahrt. Die Stadt ist sehr grün mit vielen Bäumen und Pärken und an jeder Ecke gibts ein Denkmal oder ein historisches Gebäude. Für Kunstliebhaber gibts unzählige Museen und Galerien. Mal schauen, ob wirs noch ins eine oder andere schaffen…
Die Argentinier leben v.a. in der Nacht, es ist üblich erst um 23 Uhr ins Restaurant zum Nachtessen zu gehen. Um 21 Uhr ist man jedenfalls alleine…Die grosse Leidenschaft, wenn nicht sogar ihre Religion ist der Fussball. So haben wir am 1. Abend eine Tour an ein Fussballspiel zwischen 2 der ganz grossen Teams aus Buenos Aires gebucht. Für den Preis, den wir bezahlten, erwarteten wir eigentlich Sitzplätze. Stattdessen wurden wir inmitten der Heim-Fans auf den Stehplatzrampen platziert. Wer das nicht Mal erlebt hat, kann sich nicht vorstellen, was da abgeht. Uns war nicht ganz wohl und wir waren ehrlich gesagt froh, als die 90 Min. vorbei waren und ebenfalls nicht traurig, dass das Heimteam kein Goal geschossen hatte. Die Fans sind extrem fanatisch, da wird dauernd gesungen und gehüpft dass die Tribüne gefährlich wackelt und ab und zu Leute die Tribünenstufen runterfallen. Vor dem Spiel wurden Banner und Tücher über die ganze Tribünenlänge gespannt. Wir nahmen an, dass diese bei Spielbeginn wieder eingerollt würden, doch dem war nicht so. Gestört hats offenbar nur uns, alle anderen akzeptieren, dass sie nicht freie Sicht aufs Spielfeld haben…Im Gegensatz zur Schweiz sind die Fans aber nicht betrunken. Im Stadion gibts keinen Alkohol zu kaufen und offenbar dröhnen sie sich auch nicht vor dem Spiel zu.
Hier gehts zur Stadtrundfahrt (Fotos):

Der Tango ist all gegenwärtig in Buenos Aires

Der Friedhof von Recoleta enstand 1822 und ist der älteste der Stadt. Hier liegen die wichtigsten Personen des Landes begraben, u.a. auch Evita Peron. Mit all den grossen Mausoleen gleicht der Friedhof einer "Stadt in der Stadt"

Das Parlamentsgebäude von Argentinien

Packende Stimmung im Fussballstadion. Für Schweizer aber doch auch etwas beängstigend...

Das Quartier Boca steht ganz im Zeichen des berühmtesten Fussballklubs Argentiniens, den Boca Juniors. Die Bewohner bemalen sogar ihre Häuser in den Klubfarben. Fussball ist hier eben mehr als ein Spiel...