Natur pur im Sumpfgebiet Iberà
12 03 2011Von Mercedes aus sind wir für 2 Tage ins Sumpfgebiet Esteros del Iberà gefahren. Um dorthin zu gelangen mussten wir 2 Std. Fahrt im 4×4 über eine holprige Schotterpiste über uns ergehen lassen. Der Señor, der uns gefahren hatte, wollte uns wohl schockgefrieren, so kalt war die Klimaanlage. Als tapfere Schweizer hielten wir aber dagegen. Der Schock kam dann, als wir ausstiegen und uns die Glutofenhitze mitten am Nachmittag fast grillierte. Zum Glück hatte das Zimmer eine Klimaanlage.
Das Sumpfgebiet Iberà bedeckt 13’000 km2 und beherbergt 4000 Tier- und Pflanzenarten. Auf einer Bootstour und einer Nachtwanderung haben wir einen ganz kleinen Teil dieses wunderschönen Naturreservats erkundet und gestaunt über die Artenvielfalt und die fehlende Scheu der Tiere. Wir haben Kaimane, Wasserschweine, Sumpfhirsche, Affen und viele Vögel gesehen. In der Nacht ebenfalls Vizcachas (so eine Mischung zwischen Kaninchen und Meerschweinchen) und ein Gürteltier.
Der rote Pick-up des vorgenannten Señors ist offenbar der einzige Transport zurück nach Mercedes, wenn man nicht um 5 Uhr in der Früh den Bus nehmen will (und wer will das schon?). Da der Pick-up nur über 4 Plätze verfügt ist er dementsprechend schnell voll und so gabs schon am Vortag unserer Abreise keine Plätze mehr. Der Señor hat uns angeboten, hinten auf der Ladefläche für die Hälfte des Preises mitzufahren, was immer noch dem Preis für die Busfahrt entsprach. Wir versuchten uns dann im Autostopp um dem „sicheren“ Hitzetod, der Staublunge und dem gebrochenen Rücken zu entgehen. Wir hatten Glück und schon nach einer halben Stunde und dem 2. Auto wurden wir mitgenommen.
Wir sind nun auf dem Weg zu den Iguazu Fällen, wo wir in ca. 2 Tagen eintreffen möchten. Die Temperaturen nehmen zu, es ist schwül-heiss und von Mittag bis in den späten Nachmittag ist Siesta angesagt. In der Hostel wo wir heute sind, haben wir ein Schwimmbad, das werden wir noch nutzen, ganz sicher!

Die Strasse in den Nordosten von Argentinien ist über weite Teile schnurgerade und führt durch Weideland, wo die für ihr Fleisch berühmten argentinischen Rinder grasen

Der Sumpfhirsch kann seine Hufen ausspreizen, damit er sich im Sumpf besser bewegen kann

Ein Kaiman schwimmt im Sumpfgebiet Iberà seelenruhig im Wasser und fühlt sich durch uns nicht gestört

Abendstimmung in Iberà. Dieses Sumpfgebiet ist 13'000 km2 gross, was rund 1/3 der Schweiz entspricht