Wir waren noch niemals in New York…

22 04 2011

…deshalb legen wir auf dem Heimweg einen 2-tägigen Stopover in dieser Stadt ein.

Wir sagen nun „hasta luego“ Costa Rica und werden vermissen:

– die netten, fröhlichen und sehr hilfsbereiten Menschen

– die saftigsten Früchte, die wir auf unserer Reise gegessen haben

– wunderschöne Strände und warme Wellen

– die unglaubliche Artenvielfalt

– Pura Vida!



Unsere letzten Fussspuren im Sand

20 04 2011

Für die letzten paar Tage unserer Weltreise haben wir uns in Costa Rica ein Ferienhäuschen gemietet. Obwohl in der Osterwoche viele Costa Ricaner an die Küste pilgern, haben wir kurzfristig ein Häuschen für US$ 50 pro Nacht in Manzanillo erhalten. Manzanillo ist ein winziges Küstenörtchen ohne Touristen. Zum Glück haben wir vorher in einem grösseren Ort eingekauft, denn die 2 Lädeli hier haben nicht viel im Angebot. Brot gibt es keines, wohl weil der Lieferant in den Osterferien weilt…

Wir residieren mitten im Wald mit Meerblick, wobei die Bäume kaum Blätter tragen, da es dem Ende der Trockenzeit entgegen geht. Zum menschenleeren Strand dauerts nur 5 Min zu Fuss. Vor Sonnenaufgang werden wir von den Brüllaffen geweckt. Sobald es Tag wird, beginnen dann die Vögel ihr Morgenkonzert. Beim Morgenessen beobachten wir die Kolibris bei der Futtersuche. Am Mittag nimmt ein Leguan im Baum direkt vor unserem Häuschen seinen Sonnenplatz ein und in der Nacht verspeisen die Fledermäuse auf unserem Balkon Insekten. Ein wahres Paradies, gemacht zur totalen Entspannung. Axel und Martha, die Gastgeber, sind stolz auf ihren Garten, wo viele einheimische Pflanzen wachsen. Axel (Argentinier mit Schweizer Vorfahren) hat uns auf einer Tour durch seinen Garten viel Interessantes über die Früchte und Pflanzen erzählt. So haben wir zum ersten Mal Zuckerrohr und die Frucht der Cashew-Nuss probiert. Auch der Honig der Wildbienen schmeckt wunderbar.

Den Tag vertreiben wir uns mit baden im sehr warmen Meer oder mit Surflektionen. Wir schafften es also beide, schon in der 1. Lektion auf dem Brett zu stehen! Internet gibts auch, aber der Empfang funktioniert nur im offenen, etwas höher gelegenen Unterstand mit Meerblick und herrlicher Sonnenuntergang-Aussicht.

Nun haben wir noch 2 Tage in dieser Oase der Ruhe und genug Zeit, noch ein paar Fussspuren im Sand zu hinterlassen…Wir senden euch sommerliche Grüsse aus unserem Outdoor-Office und wünschen euch allen frohe Ostern!

Unser Ferienhäuschen mitten im Wald mit Meerblick

Unser Ferienhäuschen mitten im Wald mit Meerblick

Den neuen Kommunikationsmitteln sei Dank: Gisela skypt mit ihrer Mutter im Outdoor-Office mit Meerblick und kühlender Brise.

Den neuen Kommunikationsmitteln sei Dank: Gisela skypt mit ihrer Mutter im Outdoor-Office mit Meerblick und kühlender Brise.

Rot versinkt die Sonne schweigend im Meer...

Rot versinkt die Sonne schweigend im Meer...

An der Playa Manzanillo hat es kaum Wellen, da weiter draussen ein Riff die Brecher abfängt.

An der Playa Manzanillo hat es kaum Wellen, da weiter draussen ein Riff die Brecher abfängt.

Die Cashew Pflanze ist offenbar weltweit die einzige Pflanze, wo der Samen ausserhalb der Frucht wächst (Nuss unterhalb der Frucht).

Die Cashew Pflanze ist offenbar weltweit die einzige Pflanze, wo der Samen ausserhalb der Frucht wächst (Nuss unterhalb der Frucht).

An der Playa Hermosa nahmen wir eine Surflektion. Nach 2 Stunden waren wir also ganz schön müde...

An der Playa Hermosa nahmen wir eine Surflektion. Nach 2 Stunden waren wir also ganz schön müde...

Zum Abschluss unserer Reise leisten wir uns frischen Hummer vom Riff am Playa Manzanillo. Gisela isst zum 1. Mal Hummer und findet ihn "hölle fein".

Zum Abschluss unserer Reise leisten wir uns frischen Hummer vom Riff am Playa Manzanillo. Gisela isst zum 1. Mal Hummer und findet ihn "hölle fein".



Im Paradies gestrandet

13 04 2011

Eigentlich hatten wir schon in Manuel Antonio (siehe vorgängiger Blog-Beitrag) das Gefühl, im Paradies gelandet zu sein, aber nun waren wir 5 Tage fernab der Zivilisation in einer Lodge mitten im Dschungel, im Corcovado Nationalpark. Das war das echte Paradies!!! In unserer Dschungel-Lodge gab es täglich Strom von 18 bis 22 Uhr (wenn der Generator streikte, gabs dann romantisches Candle-Light-Dinner) und nur kaltes Wasser. Dafür gab es Natur im Überfluss. Die Lodge wurde während unseres Aufenthalts von Tukanen, Aras, Affen, Faultier und vieles sonst das kreucht und fleucht besucht. Unsere Hütte hatte keine wirklichen Wände, sondern wir waren nur durch Moskitonetze von der Natur getrennt. Schon genial, wenn man im Bett liegt und draussen das Meer tosen hört und der Himmel von Blitzen erhellt wird…

Auf unseren Touren haben wir die Unterwasserwelt mit Taucherbrille und Schnorchel entdeckt, wobei Gisela einen Hai und eine Meeresschildkröte gesehen hatte. Die Delfine sahen wir nur vom Boot aus. Im Dschungel beobachteten wir viele Echsen und Vögel, Krokodile, Schlangen, Spinnen und Affen. Offenbar haben wir einer Affengruppe einmal zu lange zugeschaut, denn wir wurden von ihnen mit viel Krach und gefletschten Zähnen verjagt. Eine Horde wilder Hunde erscheint harmloser als ein Pack Affen…

Die einsamen, palmengesäumten Strände, der dichte Regenwald und die Artenvielfalt waren einfach beeindruckend. Wir wollten gar nicht mehr in die Zivilisation zurück kehren! Leider sind aber die Strände auch im Paradies nicht vom Müll aus dem Meer verschont…

Nach einer stündigen Bootsfahrt wurden wir an diesem Strand abgesetzt und mussten noch 5 Minuten zu unserer Lodge mitten im Regenwald marschieren.

Nach einer stündigen Bootsfahrt wurden wir an diesem Strand abgesetzt und mussten noch 5 Minuten zu unserer Lodge mitten im Regenwald marschieren.

Unser Busch-Hüttli bestand aus einem Badezimmer und einem Zimmer mit Bett. Dafür hatten wir Panoramasicht und Aussicht aufs Meer

Unser Busch-Hüttli bestand aus einem Badezimmer und einem Zimmer mit Bett. Dafür hatten wir Panoramasicht und Aussicht aufs Meer

Die gesamte Küste ist gesäumt mit einsamen Palmenstränden

Die gesamte Küste ist gesäumt mit einsamen Palmenstränden

Während einer Dschungeltour konnten wir uns in krokodilfreien Tümpeln erfrischen

Während einer Dschungeltour konnten wir uns in krokodilfreien Tümpeln erfrischen

Dies ist keine Traktorspur sondern die Spur einer Meeresschildkröte, die in der Nacht an den Strand kam um ihre Eier abzulegen.

Dies ist keine Traktorspur sondern die Spur einer Meeresschildkröte, die in der Nacht an den Strand kam um ihre Eier abzulegen.

Mit dem Kanu erlebten wir eine wunderbare Tour im Regenwald. Der Fluss heisst Rio Claro und führt normalerweise klares Wasser. Da im Moment der Übergang von der Trocken- zur Regenzeit ist, hat es viel geregnet und der Fluss ist entsprechend trüb.

Mit dem Kanu erlebten wir eine wunderbare Tour im Regenwald. Der Fluss heisst Rio Claro und führt normalerweise klares Wasser. Da im Moment der Übergang von der Trocken- zur Regenzeit ist, hat es viel geregnet und der Fluss ist entsprechend trüb.

Nach einer Regennacht hat sich das Faultier direkt bei unserer Lodge zum trocknen "aufgehängt"

Nach einer Regennacht hat sich das Faultier direkt bei unserer Lodge zum trocknen "aufgehängt"

Der Tukan war morgens und abends ein regelmässiger Gast in den Bäumen rund um die Lodge

Der Tukan war morgens und abends ein regelmässiger Gast in den Bäumen rund um die Lodge



Mitten im Paradies

8 04 2011

Nachdem wir uns eine Nacht in San José von den Strapazen unserer Reise erholt hatten, sind wir mit dem öffentlichen Bus nach Manuel Antonio gereist. Die Busse sind etwas weniger komfortabel als in Chile und Argentinen, aber mindestens so pünktlich wie in der Schweiz.

Manuel Antonio ist ein kleiner Touristenort an der Pazifikküste. Hier befindet sich Costa Ricas kleinster aber auch meistbesuchter Nationalpark. Diesen haben wir heute zusammen mit einem Guide (und ziemlich vielen anderen Touristen) besucht. Den Guide brauchten wir, damit wir die Tiere überhaupt sehen konnten. Die Frösche, Vögel, Faultiere und Echsen sind sehr gut getarnt und man braucht viel Erfahrung, um sie zu entdecken.

Das Klima hier in Costa Rica ist feuchtheiss. Das Meer ist warm und bietet keine Abkühlung. Wir haben uns vom Reisestress verabschiedet und machen nun richtig Ferien. Ausspannen am Strand gehört da genauso dazu, wie ein „Schirmchendrink“ in einer Bar. Costa Rica – Pura Vida!

Diesen Tukan haben wir durchs Fernrohr fotografiert

Diesen Tukan haben wir durchs Fernrohr fotografiert

Am 1. Abend in Manuel Antonio haben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang genossen

Am 1. Abend in Manuel Antonio haben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang genossen

Wir geniessen unsere letzte Destination der Weltreise

Wir geniessen unsere letzte Destination der Weltreise

Im Manuel Antonio Nationalpark waren die Affen überhaupt nicht scheu

Im Manuel Antonio Nationalpark waren die Affen überhaupt nicht scheu

Auf unserer Tour durch den Manuel Antonio Nationalpark haben wir ebenfalls mehrere Faultiere gesehen

Auf unserer Tour durch den Manuel Antonio Nationalpark haben wir ebenfalls mehrere Faultiere gesehen

Rund um Manuel Antonio gibts wunderschöne Sandstrände

Rund um Manuel Antonio gibts wunderschöne Sandstrände



Tiefgefroren im Flugzeug

6 04 2011

Nach 2,5 Monaten in Argentinien, Chile und Uruguay sind wir am 4. April zu unserer letzten Destination aufgebrochen: Von Santiago sind wir mit American Airlines via Miami nach Costa Rica geflogen. Bisher waren die Fluggesellschaften, mit denen wir im Rahmen unseres Round-the-world-Tickets fliegen mussten, alles andere als ueberzeugend. American Airlines war hier keine Ausnahme:

Das Interieur des Flugzeugs erinnerte an die 80er-Jahre und die Sitze waren so durchgesessen, dass wir nach 30 Min. Ruecken- und Arschweh hatten. Ziemlich frueh auf einem 8 stuendigen Flug…Sofort nach dem Start haben sie ebenfalls angefangen, uns tief zu kuehlen. Den Flug haben wir nur ueberlebt, weil wir die zur Verfuegung gestellte Wolldecke bis ueber die Ohren gezogen hatten. Das Bord-Entertainment System stammte ebenfalls aus der Steinzeit. Jan kann sich erinnern, dass er 1982, wo er als kleiner Junge nach Australien geflogen war, einen Film auf einem gemeinsamen Bildschirm anschauen konnte. Bei American Airlines ist das immer noch so. Es gibt 1 Film, aber keine Kopfhoerer dazu…Nun ja, im Bordmagazin wurden wir vom Senior Vice President auf einer ganzen Seite darueber aufgeklaert, dass American Airlines eine App fuers i-phone, eine fuers i-pad und man hoere und staune, sogar eine fuers Android lanciert hat. Offenbar ging bei so viel App-Entwicklung schlicht der Onboard-Service vergessen!

Zu Gute halten muss man AA, dass das Essen ganz gut war. Doch wie bei einer echten Billig-Airline, war der Alkohol kostenpflichtig. Auf dem Flug von Miami nach San Jose gabs dann zwar ein Glas Saft kostenlos, aber wer etwas essen wollte, musste bezahlen…Ja, wir lernen auf dieser Weltreise jedenfalls, welche Fluggesellschaften wir in Zukunft meiden werden.